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Firefly: die Serie mit einer Staffel, der Film Serenity und mehr

Eine Staffel, vierzehn Folgen, ein Kinofilm: warum die Serie bis heute vermisst wird.

Veröffentlicht am · 4 Minuten Lesezeit

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Kaum eine Serie mit so wenigen Folgen hat so viele treue Fans wie Firefly. Joss Whedon, der Erfinder von Buffy, verband 2002 Science-Fiction mit Western: ein kleines Transportschiff am Rand der besiedelten Galaxie, eine Crew von Außenseitern, Pferde neben Raumschiffen. Nach vierzehn Folgen war Schluss. Drei Jahre später kam ein Kinofilm, und seitdem gilt Firefly als das Paradebeispiel für eine Serie, die zu früh abgesetzt wurde.

Worum es in Firefly geht

Fünfhundert Jahre in der Zukunft hat die Menschheit ein neues Sternensystem besiedelt. Die reichen Kernplaneten werden von der Allianz regiert, die äußeren Welten sind arm, rau und kaum kontrolliert. Malcolm „Mal“ Reynolds hat im Bürgerkrieg auf der Verliererseite gekämpft, gegen die Allianz. Jetzt fliegt er mit dem Transportschiff Serenity Aufträge, die nicht immer legal sind.

An Bord ist eine Crew, die zusammen wirkt wie eine Familie mit Streit: Mals Kriegskameradin Zoe, ihr Ehemann und Pilot Wash, der Söldner Jayne, die Mechanikerin Kaylee, die Kurtisane Inara, ein Prediger namens Book und die Geschwister Simon und River Tam. Simon hat River aus einem geheimen Programm der Allianz befreit, in dem mit ihrem Gehirn experimentiert wurde, und die Allianz will sie zurück.

Western im Weltall

Was Firefly von anderen Science-Fiction-Serien unterscheidet, ist der Ton. Es gibt keine Außerirdischen, keine Laserwaffen in jeder Szene, sondern Revolver, Viehtransporte und staubige Grenzstädte. Die Musik spielt Gitarre statt Orchester. Die Figuren fluchen auf Chinesisch, weil die Zukunft der Serie eine Mischung aus amerikanischer und chinesischer Kultur ist.

Das Ergebnis ist eine Serie, die sich weniger mit Technik als mit Menschen beschäftigt: mit Loyalität, Armut und dem Preis, den man zahlt, wenn man auf der falschen Seite einer Geschichte stand.

Nathan Fillion und die Besetzung

Nathan Fillion spielt Mal Reynolds als Mischung aus Han Solo und Westernheld, zynisch und trotzdem anständig. Die Besetzung ist eine der Stärken der Serie: Gina Torres, Alan Tudyk, Adam Baldwin, Jewel Staite, Morena Baccarin, Ron Glass, Sean Maher und Summer Glau als River. Viele von ihnen wurden durch Firefly bekannt und blieben dem Genre treu.

Warum Firefly nach einer Staffel endete

Der Sender Fox zeigte die Serie 2002 in falscher Reihenfolge, setzte sie auf einen schwierigen Sendeplatz am Freitagabend und ließ die eigentliche, zweiteilige Pilotfolge zunächst weg. Viele Zuschauer verstanden deshalb nicht, worum es ging. Nach elf ausgestrahlten Folgen setzte Fox die Serie ab, drei Folgen liefen in den USA erst später.

Auf DVD wurde Firefly dann zum Erfolg. Die Fans, die sich „Browncoats“ nennen, nach den Mänteln der Verlierer im Bürgerkrieg der Serie, sorgten dafür, dass Universal einen Kinofilm finanzierte.

Der Film Serenity

„Serenity“ kam 2005 ins Kino, mit derselben Besetzung und von Joss Whedon geschrieben und inszeniert. Der Film erzählt die Geschichte um River Tam zu Ende und beantwortet die wichtigste Frage der Serie: was die Allianz mit ihr gemacht hat und warum. Er ist auch für Zuschauer verständlich, die die Serie nicht kennen, wirkt aber deutlich stärker, wenn man die Figuren aus den vierzehn Folgen kennt.

In welcher Reihenfolge schaut man Firefly?

In der Reihenfolge, die Whedon vorgesehen hatte, nicht in der Reihenfolge der Erstausstrahlung:

  1. Die Folgen 1 bis 14, beginnend mit der Doppelfolge „Serenity“.
  2. Den Kinofilm „Serenity“ von 2005.
  3. Wer mehr will: die Comics, die die Geschichte nach dem Film weitererzählen.

Die meisten heutigen Ausgaben auf DVD, Blu-ray und bei Streamingdiensten haben die richtige Reihenfolge bereits übernommen.

AngabeFirefly
Ausstrahlung2002, Fox
Folgen14
KinofilmSerenity (2005)
ErfinderJoss Whedon
HauptdarstellerNathan Fillion

Andere Serien, die zu früh endeten, sind Farscape und Stargate Universe. Summer Glau ist auch in der kurzlebigen Superheldenserie The Cape zu sehen, über die der Beitrag Kein Cape! berichtet.

Das Erbe von Firefly

Obwohl Firefly nur eine Staffel hatte, hat die Serie das Genre geprägt. Die Mischung aus Western und Science-Fiction tauchte später in vielen Serien und Spielen wieder auf, und die Idee einer kleinen Crew am Rand der Gesellschaft, die von Auftrag zu Auftrag fliegt, ist heute ein eigenes Muster. Auch „The Mandalorian“ hat mit seinem Kopfgeldjäger und seinen staubigen Planeten erkennbar etwas von Firefly. Dass die Serie so lange nachwirkt, ist das stärkste Argument dafür, dass ihre Absetzung ein Fehler war.

Häufige Fragen

Wie viele Folgen hat Firefly?

Vierzehn. Fox strahlte zunächst nur elf aus, die übrigen liefen später.

Muss man Firefly sehen, um Serenity zu verstehen?

Nein, der Film erklärt das Nötige. Mit der Serie im Kopf wirkt er aber deutlich stärker.

Kommt eine Fortsetzung von Firefly?

Nein. Es gab Pläne und Gerüchte, aber keine bestätigte neue Serie.

Zeichnung eines kleinen runden Raumschiffs, das an einem großen Planeten mit Ringen vorbeifliegt

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