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Dark Angel: Jessica Alba als Max und die Welt nach dem Puls

Jessica Alba als genetisch veränderte Max in einem zerfallenen Amerika.

Veröffentlicht am · 3 Minuten Lesezeit

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Bevor Jessica Alba ein Kinostar wurde, war sie Max Guevara, eine junge Frau mit genetisch verbesserten Fähigkeiten, die als Fahrradkurierin durch ein zerfallenes Seattle fährt. Dark Angel lief von 2000 bis 2002 beim US-Sender Fox, entwickelt von James Cameron und Charles H. Eglee. Die Serie hatte nur zwei Staffeln, ist aber ein typisches Stück Science-Fiction ihrer Zeit, mit einer Hauptfigur, die viele spätere Heldinnen vorwegnahm.

Die Welt von Dark Angel

Die Serie spielt im Seattle des Jahres 2019, rund zehn Jahre nach dem „Puls“, einem elektromagnetischen Angriff, der alle Computer und Datenträger in den USA zerstört hat. Das Land ist verarmt, die Polizei korrupt, Strom und Arbeit sind knapp. Sektorkontrollen teilen die Stadt, und wer Geld hat, lebt hinter Mauern.

In dieser Welt sucht Max nach ihrer Vergangenheit. Sie ist als Kind aus Manticore geflohen, einer geheimen militärischen Einrichtung, in der Kinder genetisch zu Soldaten gezüchtet wurden. Sie ist schneller, stärker und widerstandsfähiger als normale Menschen, hat Katzen-DNA in sich und braucht kaum Schlaf. Manticore sucht sie und die anderen geflohenen Kinder bis heute.

Max und Logan

Max’ wichtigster Verbündeter ist Logan Cale, gespielt von Michael Weatherly, ein reicher Journalist im Rollstuhl, der unter dem Namen „Eyes Only“ illegal im Fernsehen Korruption aufdeckt. Zusammen kämpfen sie gegen die Mächtigen der Stadt, und zwischen ihnen entsteht eine Liebesgeschichte, die die Serie über beide Staffeln trägt. Eine Komplikation verhindert lange, dass sie sich berühren dürfen, und sorgte bei Fans für viel Frust.

Die zweite Staffel und das Ende

Die erste Staffel ist eine Mischung aus Actionserie und Cyberpunk, mit viel Straße und wenig Technik. In der zweiten Staffel verschiebt sich der Schwerpunkt: Manticore wird zerstört, viele genetisch veränderte Wesen leben plötzlich frei in Seattle, und die Serie wird mehr Science-Fiction und Mythologie. Neu dazu kommt Alec, ein weiterer Soldat aus Manticore, gespielt von Jensen Ackles, der später durch „Supernatural“ bekannt wurde.

Nicht alle Fans gingen den Wechsel mit, die Quoten sanken, und Fox setzte Dark Angel 2002 nach zwei Staffeln und 42 Folgen ab. Das Ende lässt viele Fragen offen. Eine Fortsetzung in Romanen beantwortet einige davon.

Warum Dark Angel heute interessant ist

Heute wirkt Dark Angel wie eine Vorstufe vieler späterer Geschichten: die junge Frau mit besonderen Fähigkeiten, die aus einem Labor entkommen ist, ein Staat, der Menschen als Waffen benutzt, eine Welt nach einem technischen Zusammenbruch. Die Effekte sind gealtert, die Mode auch, aber die Figur Max funktioniert noch, auch dank Jessica Alba, die für die Rolle 2001 für einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie nominiert wurde.

AngabeDark Angel
Laufzeit2000–2002
Staffeln2, mit 42 Folgen
SenderFox
EntwicklerJames Cameron, Charles H. Eglee
HauptdarstellerinJessica Alba als Max Guevara

Ähnliche Themen behandeln Mutant X und 4400, beide über Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Behörden, die sie kontrollieren wollen. Weitere Empfehlungen stehen in der Übersicht der Science-Fiction-Serien.

James Cameron und das Fernsehen

Für James Cameron, der zuvor mit „Terminator“, „Aliens“ und „Titanic“ Kinogeschichte geschrieben hatte, war Dark Angel der erste Ausflug ins Fernsehen. Er entwickelte die Serie mit Charles H. Eglee und führte bei der letzten Folge selbst Regie. Man merkt der Serie seine Handschrift an: eine starke Frau im Zentrum, Militär und Technik als Bedrohung, eine Zukunft, die sich nur wenig von der Gegenwart unterscheidet und gerade deshalb unangenehm nah wirkt.

Die Hauptrolle besetzte Cameron mit einer damals kaum bekannten Darstellerin. Jessica Alba war bei Drehbeginn noch keine zwanzig Jahre alt und setzte sich gegen Hunderte Bewerberinnen durch. Nach Dark Angel wurde sie mit Filmen wie „Fantastic Four“ und „Sin City“ zu einem der bekanntesten Gesichter Hollywoods.

Die Welt nach dem Puls

Am Hintergrund der Serie lässt sich gut zeigen, wie Science-Fiction mit Ängsten ihrer Zeit spielt. Im Jahr 2000 war die Sorge vor dem Jahr-2000-Problem gerade erst verflogen, und die Abhängigkeit von Computern wurde vielen Menschen zum ersten Mal bewusst. Dark Angel nimmt diese Sorge und dreht sie weiter: Was passiert, wenn alle Daten mit einem Schlag verschwinden, Bankkonten, Grundbücher, Akten? Die Antwort der Serie ist eine Gesellschaft, in der Reiche und Mächtige ihre Stellung behalten und alle anderen von vorn anfangen müssen.

Häufige Fragen

Wie viele Staffeln hat Dark Angel?

Zwei Staffeln mit 42 Folgen, ausgestrahlt von 2000 bis 2002.

Wer hat Dark Angel erfunden?

James Cameron und Charles H. Eglee haben die Serie entwickelt.

Wo spielt Dark Angel?

In Seattle im Jahr 2019, rund zehn Jahre nach einem elektromagnetischen Angriff, der die USA ins Chaos gestürzt hat.

Zeichnung eines kleinen runden Raumschiffs, das an einem großen Planeten mit Ringen vorbeifliegt

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